Zum Internationalen Tag der Mathematik: Zahlen zur Mathematikbildung
Die Teilnahme am Leistungsfach Mathematik an allgemeinbildenden Schulen ging seit dem Schuljahr 2020/21 um etwa 10 Prozentpunkte zurück.
Am 14. März 2026 findet der Internationale Tag der Mathematik bereits zum sechsten Mal statt. Dieser Tag soll das Bewusstsein für die Bedeutung der Mathematik in Bildung und Erziehung stärken. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg nutzt diesen Anlass, um einen Blick auf die Zahl der Schülerinnen und Schüler und der Studierenden in Baden-Württemberg zu werfen, die sich in besonderem Maße für Mathematik interessieren.
Der Blick in die amtliche Schulstatistik zeigt, dass viele Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen bereits in der Oberstufe ein hohes Interesse für Mathematik zeigen. Im Schuljahr 2024/25 nahmen insgesamt 26.306 Schülerinnen und Schüler am Leistungsfach Mathematik teil. Das waren 43 % aller Schülerinnen und Schüler der Oberstufe an allgemeinbildenden Schulen.
Auffällig ist, dass der Leistungskurs Mathematik an allgemeinbildenden Gymnasien beliebter ist als an Gemeinschaftsschulen. Im Schuljahr 2024/25 besuchten 43 % der Schülerinnen und Schüler der Oberstufen an allgemeinbildenden Gymnasien den Leistungskurs Mathematik, während es in der Sekundarstufe II der Gemeinschaftsschulen nur 34 % waren.
Im Vergleich zu früheren Jahren ist ein Rückgang bei der Teilnahme am Leistungskurs Mathematik zu beobachten. So ist die Teilnahme an den allgemeinbildenden Gymnasien seit dem Schuljahr 2020/21 um etwa 10 Prozentpunkte zurückgegangen.
Hoher Frauenanteil im Mathematik-Studium auf Lehramt
An den Hochschulen des Landes waren im Wintersemester 2024/25 gut 8.100 Studierende im Fach Mathematik eingeschrieben. Dies entsprach gut 2 % aller Studierenden. Etwa zwei Drittel (64 %) der Mathematik-Studierenden studierten auf Lehramt. Wiederum 74 % darunter waren weiblich. In den übrigen Mathematik-Studiengängen überwog hingegen der Männeranteil mit 66 %.
Innerhalb der letzten 10 Jahre veränderte sich die Zahl der Mathematik-Studierenden mit einem Plus von 0,8 % gegenüber dem Wintersemester 2015/16 nur geringfügig. Ein genauerer Blick auf die Zahlen aber verrät, dass vor allem das Lehramtsstudium regen Zulauf erhielt (+19 %). Dies lag vor allem an der zunehmenden Zahl von Lehramtsstudentinnen im Fach Mathematik (+26 %). Die Zahl der Lehramtsstudenten nahm nur um gut 2 % zu. In den übrigen Mathematik-Studiengängen gingen die Studierendenzahlen stark zurück (−21 %) – und zwar sowohl bei Frauen (−25 %) als auch bei Männern (−19 %).
Neben dem Fach Mathematik gehören auch noch die Fächer Technomathematik (186 Studierende) und Wirtschaftsmathematik (788 Studierende) zum Studienbereich Mathematik. Der Frauenanteil im Fach Technomathematik lag im Wintersemester 2024/25 bei 27 % und in Wirtschaftsmathematik bei 33 %.
Weitere Informationen
Leistungs- und Basiskurse werden in der amtlichen Schulstatistik erst seit dem Schuljahr 2020/21 flächendenkend differenziert erhoben.
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