Mitteilung vom: 30.07.2026

Newsletter für Kommunen

09.06.2026 – Nr. 02/2026

Online-Ausgabe

Sehr geehrte Damen und Herren, in unserem zweiten »Newsletter für Kommunen« im Jahr 2026 möchten wir Sie auf folgende Themen aufmerksam machen:

Aktuelle Daten und Informationen


Südwestindustrie im Krisenjahr 2025

In der Südwestindustrie nahm im Krisenjahr 2025 die Zahl der Beschäftigten um 2,4 % ab. Die Umsätze baden-württembergischer Betriebe ging ebenfalls um mehr als 11 Mrd. Euro auf ca. 426 Mrd. zurück (-2,6 %). Für weitere und detailliertere Ergebnisse nach Wirtschaftszweigen und Kreisen ist der Statistische Bericht der Betriebe 2025 auf der Homepage des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg abrufbar.

Wie viele landwirtschaftliche Betriebe gibt es in meiner Gemeinde?

Antworten auf diese und weitere Fragen zur Landwirtschaft in den Gemeinden und Kreisen Baden-Württembergs sind nun in der Statistikdatenbank des Statistischen Landesamts zu finden. Hier sind unter anderem Tabellen zur Bodennutzung, Viehhaltung oder dem ökologischen Landbau vorhanden. Weitergehende Daten zur Agrarstruktur in Baden-Württemberg sind weiterhin gebündelt über ein Datenpaket, den Statistischen Daten, erhältlich.

Anteil der Pkw mit Alternativantrieb erreicht regionalen Rekordwert: Erstmals gibt es in allen Kreisen zweistellige Werte

Zu Beginn dieses Jahres waren in allen Stadt- und Landkreisen im Südwesten mindestens 11 % der Pkw mit Alternativantrieb ausgestattet (Stichtag: 01. Januar 2026). Noch im Vorjahr waren in neun Kreisen dagegen Anteilswerte im einstelligen Prozentbereich zu verzeichnen. Dabei bestehen deutliche regionale Unterschiede, die teilweise auf die Halterstruktur der zugelassenen Pkw zurückzuführen sind.

1 Tag arbeiten – 1 Jahr Wasser nutzen

Die Jahreskosten für den Trinkwasserbezug und die Abwasserbeseitigung beliefen sich 2025 im Landesdurchschnitt auf 279 Euro je Person. Basis ist ein Rechenmodell unter Verwendung der erhobenen Wasser- und Abwassergebühren in den Gemeinden. Mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 34,75 Euro arbeiteten Vollzeitbeschäftigte im Jahr 2025 rund 8 Stunden für Wasser und Abwasser.

Rund 2 Millionen Menschen wohnten 2025 allein

In Baden-Württemberg gab es im Jahr 2025 insgesamt 1,99 Millionen Einpersonenhaushalte, in denen Menschen auch alleine wohnten. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg auf Basis erster Ergebnisse des Mikrozensus 2025 weiter mitteilt, entsprach dies einem Anteil von 36,9 % an den insgesamt 5,4 Millionen Haushalten im Land. Damit war der Einpersonenhaushalt die häufigste Haushaltsform.

Über die Hälfte der Konsumausgaben für Wohnen und Lebensmittel

Die Konsumausgaben privater Haushalte lagen in Baden-Württemberg im Jahr 2023 durchschnittlich bei 3.178 Euro im Monat. Der größte Anteil der privaten Konsumausgaben entfiel mit durchschnittlich 1.188 Euro auf den Bereich „Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung“. Dies waren 37 % der gesamten Konsumausgaben. Durchschnittlich 449 Euro (14 %) gaben die privaten Haushalte monatlich für Lebensmittel, das heißt für „Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren und Ähnliches“ aus.

Aufkommen der Grunderwerbsteuer 2025 deutlich gestiegen

Die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer lagen im Jahr 2025 bei 2,16 Milliarden Euro in Baden-Württemberg. Das sind etwa 340 Millionen Euro mehr als 2024 – ein Plus von 18,7 %. Die Grunderwerbsteuer fällt beim Kauf von Immobilien oder Grundstücken an. Sie wird von den Bundesländern erhoben. Die Steuersätze variieren je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 % des Kaufpreises. In Baden-Württemberg beträgt der Satz 5,0 %. Nach dem Finanzausgleichsgesetz fließen 38,85 % der Einnahmen des Landes an die Kreise entsprechend dem Aufkommen in ihrem Gebiet. Dies waren insgesamt rund 827 Millionen Euro (im Jahr 2025 kassenmäßig gebuchte Einnahmen) und damit 124,5 Millionen Euro (+17,7 %) mehr als im Jahr zuvor.

Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft 2025 bei rund 59,9 Milliarden Euro

Die Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen in der baden-württembergischen Gesundheitswirtschaft belief sich 2025 auf gut 59,9 Milliarden (Mrd.) Euro. Gemessen an der Gesamtwirtschaft entsprach dies einem Anteil von 9,9 %. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg nach ersten Berechnungen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) weiter mitteilt, erhöhte sich die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft 2025 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 2,9 %. Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft Baden-Württembergs schrumpfte die Bruttowertschöpfung im selben Zeitraum um 0,7 %.

Anstieg des Arbeitsvolumens 2024 lediglich in zehn Kreisen Baden-Württembergs

Nach den neuesten Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ fiel 2024 der prozentuale Anstieg des Arbeitsvolumens (d. h. die Summe der von allen erwerbstätigen Personen geleisteten Arbeitsstunden) mit 1,6 % bzw. 1,5 % gegenüber dem Vorjahr in den Stadtkreisen Heidelberg bzw. Freiburg landesweit am höchsten aus. Prozentual nahm das Arbeitsvolumen in den Landkreisen Heidenheim (−1,5 %) und Tuttlingen (−1,6 %) sowie im Stadtkreis Pforzheim (−2,4 %) am stärksten ab.

Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg wird immer weiblicher

In sieben der 44 Stadt- und Landkreise sind inzwischen mehr Frauen als Männer beschäftigt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen hat von 1985 bis 2025 in allen 44 Stadt- und Landkreisen zugenommen. Das prozentual größte Plus an Arbeitnehmerinnen gab es im genannten Zeitraum in den Landkreisen Heilbronn (+135 %), Hohenlohekreis (+117 %), Biberach (+106 %) und Tübingen (+104 %). Auch im Stadtkreis Freiburg (+103 %) und im Landkreis Ravensburg (+102 %) haben sich die weiblichen Belegschaften mehr als verdoppelt. Die geringsten Zuwächse gab es im Zollernalbkreis mit lediglich 2 % und in Pforzheim mit 4 %.

Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE): Baden-Württemberg belegt weiterhin den Spitzenplatz in der EU-27

Baden-Württemberg investierte im Jahr 2023 rund 5,6 % des nominalen Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung (FuE-Intensität) und belegt damit im Forschungsvergleich der Regionen auf NUTS-1-Ebene der EU-27 erneut den Spitzenplatz. Bezieht man die Bundesstaaten der USA in die Analyse mit ein – die USA waren bis 2023 die forschungsaktivste Nation – belegt Massachusetts mit einer FuE-Intensität von 9,2 % den Spitzenplatz des Rankings.

Regionaldaten zu Arbeitslosen für Gemeinden und Kreise 

Nach Geschlecht, Nationalität, Altersgruppen und weitere Strukturmerkmale vierteljährlich und im Jahresdurchschnitt jetzt wieder online in der neuen Statistikdatenbank Baden-Württemberg