:: 291/2022

Pressemitteilung 291/2022

Stuttgart,

Tourismus in Baden-Württemberg: Über alle Monate hinweg deutliche Erholung

Übernachtungszahlen im Reisegebiet Württembergisches Allgäu-Oberschwaben wieder auf Vorkrisenniveau

Der Landestourismus in Baden-Württemberg hat sich in den ersten drei Quartalen 2022 wieder deutlich nach den beiden von der Corona-Pandemie beeinträchtigten Vorjahren erholt. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes kamen im Zeitraum Januar bis September 2022 in den Beherbergungsbetrieben1 in Baden-Württemberg rund 6,9 Millionen (Mill.) bzw. 83,8 % mehr Gäste an als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 14,4 Mill. bzw. 56,2 % gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2021.

Insgesamt wurden von Januar bis September 2022 rund 15,2 Mill. Ankünfte und 40,0 Mill. Übernachtungen gemeldet. Damit gelangte das Niveau des Zeitraums Januar bis September 2019 mit damals 17,8 Mill. Ankünften und 44,2 Mill. Übernachtungen wieder in Sichtweite.

Im Jahresverlauf 2022 stiegen die Übernachtungszahlen insbesondere von Januar bis Mai deutlich an. Auch für die touristische Hochsaison zeichnete sich eine Erholung ab. Da sich die Übernachtungszahlen bereits im Jahr 2021 in den traditionell übernachtungsstärksten Sommermonaten Juni, Juli, August und September spürbar erholt hatten, fielen die aktuellen Veränderungsraten hier im Verhältnis geringer aus. Insgesamt bilanzierte der Landestourismus für den Zeitraum Januar bis September 2022 aufgrund der stark gestiegenen Übernachtungszahlen deutlich über dem Vorjahresergebnis.

Im Zeitfenster Januar bis September 2022 verzeichneten alle neun Reisegebiete des Landes eine deutliche Steigerung der Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen lag landesweit im Schnitt um 56,2 % über dem Vergleichszeitraum 2021, allerdings noch immer um 9,6 % unter dem von Januar bis September 2019.

Nach Reisegebieten änderten sich die Übernachtungszahlen im Vergleich mit dem Vorjahr (bzw. mit 2019) wie folgt:

  • Region Stuttgart +93,9 % (ggü. 2019: −20,7 %)
  • Nördliches Baden-Württemberg +61,3 % (−17,1 %)
  • Nördlicher Schwarzwald +60,3 % (−9,9 %)
  • Schwäbische Alb +56,5 % (−8,9 %)
  • Württembergisches Allgäu-Oberschwaben +52,0 % (+0,1 %)
  • Mittlerer Schwarzwald +51,0 % (−3,7 %)
  • Südlicher Schwarzwald +50,6 % (−5,7 %)
  • Bodensee +34,8 % (−0,5 %)
  • Hegau +21,9 % (−5,7 %)

Auch bei der regionalen Betrachtung ist zu beachten, dass die Referenzwerte aus dem Vorjahreszeitraum weit unter jenen von 2019 lagen. Der Abstand hat sich mit den Zuwächsen in 2022 für alle Reisegebiete jedoch deutlich verringert. Im Reisegebiet Württembergisches Allgäu-Oberschwaben lagen die Übernachtungszahlen in Zeitraum Januar bis September 2022 sogar wieder auf dem Niveau von 2019.

1 Geöffnete Beherbergungsbetriebe mit 10 und mehr Schlafgelegenheiten oder Stellplätzen.

Schaubild 1: Übernachtungen in Baden-Württemberg Januar 2019 bis September 2022 nach Wohnsitz der Gäste
Schaubild 1: Übernachtungen in Baden-Württemberg Januar 2019 bis September 2022 nach Wohnsitz der Gäste
Tabelle 1
Ankünfte und Übernachtungen in Baden-Württemberg Januar 2019 bis September 2022 nach Wohnsitz der Gäste: Anzahl und Veränderung zum Vorjahreszeitraum*)
Be­richts­mo­natÜbernachtungenDavon
Insge­samtVer­än­de­rung ggü. Vor­jah­res
-mo­nat
In­lands­gästeVer­än­de­rung ggü. Vor­jah­res
-mo­nat
Aus­lands­gästeVer­än­de­rung ggü. Vor­jah­res
-mo­nat
Anzahl%Anzahl%Anzahl%

*) In geöffneten Beherbergungsbetrieben/auf Campingplätzen mit mind. 10 Schlafgelegenheiten bzw. Stellplätzen.

Datenquelle: Monatserhebung im Tourismus.

2019
Januar3.140.980+3,52.573.140+3,9567.840+1,4
Februar3.281.656+2,42.614.492+3,6667.164−1,9
März3.878.204+0,93.141.215+2,3736.989−4,4
April4.708.296+6,43.689.048+7,11.019.248+4,1
Mai5.167.665+1,14.113.323+0,41.054.342+4,1
Juni5.598.173+7,04.456.643+8,11.141.530+2,9
Juli6.495.752+5,94.818.518+5,41.677.234+7,6
August6.424.140+4,74.779.972+4,71.644.168+4,8
September5.535.787+2,94.425.050+3,01.110.737+2,1
Oktober5.337.272+5,24.257.934+5,41.079.338+4,5
November3.929.655+4,23.189.018+4,3740.637+3,8
Dezember3.689.691+4,32.890.876+4,4798.815+3,9
2020
Januar3.240.250+3,22.659.444+3,4580.806+2,3
Februar3.502.462+6,72.808.452+7,4694.010+4,0
März1.915.868−50,61.665.564−47,0250.304−66,0
April552.718−88,3498.730−86,553.988−94,7
Mai1.079.488−79,11.004.345−75,675.143−92,9
Juni3.018.428−46,12.744.102−38,4274.326−76,0
Juli4.783.716−26,43.916.733−18,7866.983−48,3
August5.364.001−16,54.536.035−5,1827.966−49,6
September4.816.612−13,04.177.552−5,6639.060−42,5
Oktober3.674.250−31,23.252.149−23,6422.101−60,9
November1.309.672−66,71.185.655−62,8124.017−83,3
Dezember958.298−74,0876.754−69,781.544−89,8
2021
Januar891.004−72,5797.690−70,093.314−83,9
Februar1.027.580−70,7923.763−67,1103.817−85,0
März1.284.254−33,01.152.382−30,8131.872−47,3
April1.173.820+112,41.048.358+110,2125.462+132,4
Mai1.733.352+60,61.583.760+57,7149.592+99,1
Juni3.294.403+9,12.992.854+9,1301.549+9,9
Juli4.992.451+4,44.206.163+7,4786.288−9,3
August6.077.670+13,35.217.193+15,0860.477+3,9
September5.112.195+6,14.433.968+6,1678.227+6,1
Oktober4.843.005+31,84.096.680+26,0746.325+76,8
November3.031.394+131,52.553.439+115,4477.955+285,4
Dezember2.152.498+124,61.829.378+108,7323.120+296,3
2022
Januar2.004.354+125,01.759.214+120,5245.140+162,7
Februar2.282.852+122,21.921.788+108,0361.064+247,8
März2.978.186+131,92.535.734+120,0442.452+235,5
April4.212.473+258,93.462.375+230,3750.098+497,9
Mai5.049.966+191,34.160.882+162,7889.084+494,3
Juni5.417.378+64,44.514.587+50,8902.791+199,4
Juli6.185.759+23,94.736.888+12,61.448.871+84,3
August6.379.855+5,04.911.204−5,91.468.651+70,7
September5.462.730+6,94.479.602+1,0983.128+45,0